Wonach suchen deine potenziellen Kund*innen online eigentlich? Eine gute Frage, die du dir nicht oft genug stellen kannst – idealerweise natürlich vor der Content-Erstellung.

In diesem Beitrag stelle ich dir 5 kostenlose Keyword-Tools vor, die dir dabei helfen, die wichtigsten Suchbegriffe für deine Website und deine Blogartikel zu recherchieren.

5 einfache und kostenlose Keyword-Tools für Website und Blog

1. Google Autocomplete und Suggest – Quick and dirty

Google selbst stellt einige wertvolle und kostenlose Keyword- Tools zur zur Verfügung. Neben den Berichten der Search Console (die dann interessant werden, sobald deine Seite bereits organischen Traffic erhält) ist vor allem das Suchfeld von Interesse. Warum? Weil uns Google durch die Funktion Autocomplete bereits die häufigsten Suchanfragen selbstständig vorschlägt – und uns relevante Keywords sozusagen am Silbertablett präsentiert.

Und so sieht das in der Praxis aus:

Bei der Keyword-Recherche für diesen Artikel habe ich einfach damit begonnen, das Schlüsselwort „Keyword Tool“ einzutippen.

Google Auto Suggest für Keyords nutzen

Siehe da: „Keyword Tools kostenlos“ scheint eine prominente Suchanfrage zu sein. Google verrät uns aber noch viel mehr, beispielsweise, wonach Menschen im Zusammenhang mit meinem Keyword noch suchen. Dazu müssen wir lediglich das Keyword unserer Wahl – in diesem Fall „Keyword Tools kostenlos“ in das Suchfeld eingeben, die Eingabetaste drücken und bis ans Ende der Seite scrollen. Hier finden wir zwei Spalten mit ähnlichen Suchanfragen:

Ähnliche Suchanfragen Keyword Recherche

Nach dieser kurzen Recherche weiß ich bereits, dass ich in meinem Blogbeitrag auch auf kostenlose Alternativen zum Google Keyword Planner eingehen sollte, da dieses Keyword immerhin in 3 Variationen vorkommt.

Fazit: Google Autocomplet und Suggest sind ideal, um sich schnell einen ersten Überblick zu einem Thema zu verschaffen. Was hier natürlich keine Rolle spielt, sind Daten – doch genau diese sollten die Grundlage jeder professionellen Keyword-Recherche bilden.

Keyword-Recherche und Daten: Welche Kennzahlen solltest du abfragen?

Um Keywords zu filtern, solltest du dir die folgenden Daten ansehen:

  • Suchvolumen: Wie viele Suchanfragen erhält das jeweilige Keyword pro Monat?
  • Cost per Klick (CPC): Die durchschnittlichen Kosten, die du bei Google Ads für einen Klick bezahlen musst. Je höher der CPC, desto „wertvoller“ das Keyword.
  • SD (SEO Difficulty): Wie schwierig ist es, für dieses Keyword zu ranken? Je höher die SD, desto umkämpfter die Suchanfrage.

2. Ubersuggest – Kostenlose Alternative zum Keyword Planer

Über das Update des Google Keyword Planers im Sommer 2016 dürften sich die wenigsten Blogger*innen und Website-Betreiber*innen gefreut haben: Anstatt detaillierter Angaben zum geschätzten monatlichen Suchvolumen waren plötzlich nur noch ungefähre Bereiche verfügbar. Genaue Daten stehen nur noch jenen Accounts zur Verfügung, die einen gewissen monatlichen Betrag in Google Ads investieren.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile wirklich gute und vor allem kostenlose Alternativen zum Keyword Planer – eine davon ist Ubersuggest.

Kostenloses Keyword Tool Ubersuggest
Uberuggest ist eines der besten kostenlosen Keyword-Tools und eine echte Alternative zum Keyword Planer. Screenshot: Neil Patel

Das praktische All-in-One-Tool stellt eine ganze Reihe wichtiger Kennzahlen bereit und ist noch dazu einfach zu bedienen: Keyword-Vorschläge inkl. Suchvolumen und Trends, Content-Ideen, Informationen zu Backlinks sowie der SERP-Checker, der verrät, welche Mitbewerber bereits für das Keyword deiner Wahl ranken – alle diese Informationen stellt das Keyword-Tool Ubersuggest bereit, und das auch noch völlig kostenlos.

Ubersuggest wird übrigens von Marketing-Guru und New-York-Times Bestseller Neil Patel betrieben, der laut Forbes zu den Top 10 Marketern weltweit zählt.

Ubersuggest Pro: Lohnt sich ein Upgrade?

Wer Ubersuggest für umfangreichere Keyword-Recherchen inklusive Datenexport und On-Page-SEO verwenden möchte, kann für 9 Euro pro Monat (Stand März 2020) auf die Pro-Version upgraden. Aktuell besteht zudem die Möglichkeit einer siebentägigen Testversion.

Fazit: Ubersuggest ist meines Erachtens auch in der kostenlosen Version ein solides Tool zur Keyword-Recherche. Was leider auch in der Bezahlversion fehlt ist die Möglichkeit, eine eigene Keyword-Liste hochzuladen, um das Suchvolumen mehrerer Keywords gleichzeitig abzufragen.

3. KW Finder by Mangools – Seit kurzem leider nicht mehr kostenlos

Ein hervorragendes Tool, das bis vor kurzem noch eingeschränkt kostenlos nutzbar war, ist der KW Finder by Mangools. Aktuell (Stand 2020) sind alle SEO-Tools von Mangools jedoch nur noch im Rahmen einer 10-tägigen Testversion nutzbar.

Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass du dich danach für die Bezahlversion – so war es zumindest bei mir – entscheidest, denn das Bündel von Mangools vereint gleich 5 leistungsstarke Tools (KWFinder, SERP Checker, SERPWatcher, LinkMiner, SiteProfiler).

Ich kann mit diesem Tool also nicht nur Keywords für meinen Blog und meine Kunden-Projekte recherchieren und auswerten, sondern darüber hinaus mein Ranking (sowie das meiner Mitbewerber*innen und Kund*innen) überwachen und alle Daten übersichtlich filtern.

KWFinder Keyword Tool kostenlos
Der KWFinder bietet viele praktische Funktionen, um Keywords und SERP’s abzufragen

Zudem kann ich Listen mit bis zu 50 Keywords importieren, deren Suchvolumen abfragen und diese Listen anschließend wieder als CSV- oder Excel-Datei exportieren.

SERP Checker KW Finder
SERP Checker von KWFinder: Meine Website rankt auf Position 1 für das Keyword Texterin Wien 🙂

Fazit: Wer langfristig am Wachstum seiner Website arbeiten möchte, wird um eine SEO-Routine nicht herumkommen. Die Mangools Suite inklusive KWFinder* bietet eine übersichtliche Handhabung und ist mit einem Preis von 29 Euro pro Monat (bei jährlicher Zahlung) noch verhältnismäßig preisgünstig.

4. Mindmaps und Brainstorming – Keyword-Recherche ohne Tool

Du befindest dich bei einem Thema noch ganz am Anfang und hast so überhaupt keine Idee, welche Keywords für dein Projekt relevant sein könnten? Frag doch einfach mal deine Lieblingskund*innen, Freunde oder Bekannte, wonach sie suchen würden, um zu deiner Dienstleistung zu gelangen.

Noch besser: Wenn du bereits Kund*innen über deine Website gewonnen hast, frag sie doch einfach, welcher Suchbegriff sie zu dir geführt hat.

5. Answer the Public – Inspiration für neuen Content

Ein weiteres großartiges kostenloses Keyword-Tool ist Answer the Public. Da auch bei diesem Tool keine Daten ausgespielt werden, eignet es sich weniger zur Keyword-Recherche im klassischen Sinn, sondern eher als Inspirationsquelle für die Content-Erstellung.

Und so funktioniert’s:

Nachdem du dein Keyword in das Suchfeld eingibst, erstellt das Tool unterschiedliche Mind-Maps. Visualisiert werden zum Beispiel alle möglichen W-Fragen, Vergleiche oder Präpositionen.

Das Tool ist also ideal, um herauszufinden, welche Aspekte eines Themas für meine User relevant sind. Beim Schreiben oder Optimieren eines Blogartikels fällt es mir anschließend viel leichter, das Thema einzugrenzen und auf relevante Fragen einzugehen,

Fazit: Kostenlose Keyword-Tools sind für einzelne Blogartikel oder Mini-Websites durchaus okay. Wenn du jedoch deine Mitbewerber*innen überholen und langfristig sichtbar werden möchtest, solltest du in ein professionelles Tool investieren oder deine SEO-Routine an Expert*innen auslagern.

*Empfehlungslink, für dich entstehen keine Mehrkosten.