Du produzierst zwar fleißig Content fĂŒr deinen Blog, doch Google scheint davon nichts mitzubekommen? Dann wird es höchste Zeit, deine Blogartikel zu optimieren.

„Google, wir haben ein Problem.“ đŸ€”



Blogartikel optimieren – Traffic Boost in 7 Schritten

Die gute Nachricht: Du musst nicht immer das Rad neu erfinden. Wahrscheinlich schlummeren in deinem Blogarchiv bereits einige BeitrÀge, die durchaus das Zeug zum Traffic Booster haben.

Damit deine Blogartikel raketenartig durch die Decke gehen können, musst du deine Webtexte optimieren – fĂŒr Google und fĂŒr deine Leser*innen.

1. Snackable Content: Mach deinen Leser*innen Appetit auf mehr!

Liebst du diese hĂŒbsch angerichteten Buffets mit unzĂ€hligen kleinen Schnittchen, Brötchen und Brötlis (fĂŒr meine Leser*innen aus der Schweiz) auch so sehr? Wunderbar, dann weiß du genau, was ich meine: Genau SO sollte dein Blogartikel im fertigen Layout aussehen.

PrÀsentiere deinen Text hÀppchenweise. Verwende viele kleine Blöcke und AbsÀtze, um den Text schön luftig zu gestalten.

Tipp: Nutze im WordPress-Editor Gutenberg die Funktion „Blöcke“. Sollte der Text dennoch –zusammenkleben, bau mit dem HTML-Code <br/> ein paar zusĂ€tzliche AbsĂ€tze ein.

Wenn dein Blogartikel so hĂŒbsch wie diese Cupcakes arrangiert ist, kann ihm bestimmt niemand widerstehen… Fotocredit: Photo by Brooke Lark on Unsplash

2. Blogartikel optimieren – Keep it short and simple!

Damit ist vor allem die LĂ€nge deiner SĂ€tze gemeint. Auch wenn’s weh tut (und das tut es bei Webtexten zu Beginn fast immer): Fasse dich kurz, wĂ€hle simple Satzstrukturen und eine einfache Sprache.

Schlage deine Leser*innen nicht mit endlosen SchachtelsĂ€tzen und komplizierten FachausdrĂŒcken in die Flucht. Ein Blogartikel ist weder ein wissenschaftlicher Essay noch ein Fachartikel in einem Magazin. Webtexte funktionieren anders.


2. ErzÀhl doch mal was Neues!

Zugegeben, die Headline kommt ganz schön frech daher. 😝

Aber: Angesichts der Content-Fluten, die Tag fĂŒr Tag ins Netz gespĂŒlt werden, sind einzigartige Inhalte der Rettungsanker deiner Leser*innen.

Falls du dich jetzt fragst, wovor User denn eigentlich gerettet werden mĂŒssen: Vor Websites und Blogs, die wie WiederkĂ€uer Inhalte reproduzieren, die bereits in hundertfacher Ausgabe in der exakt selben Form im Netz existieren.

Du wirst jetzt sagen: Aber es gibt nun mal zu jedem Thema schon unzĂ€hlige BeitrĂ€ge und Artikel – guter Punkt. Genau deswegen ist es so wichtig, dass du dein Thema aus einer neuen, einzigartigen Perspektive behandelst und deinen Leser*innen Benefits bietest, die sie nur bei dir bekommen.

Beispiel: NatĂŒrlich gibt es bereits zahlreiche BeitrĂ€ge und Tipps zum Thema „Blogartikel optimieren“. Deswegen habe ich in diesen Artikel hier auch ĂŒberdurchschnittlich viel Zeit und Ressourcen gesteckt und einen holistischen Beitrag geschrieben, der detaillierte Informationen zum Thema bietet. Alles andere wĂŒrde bei einem so populĂ€ren Thema schlichtweg keinen Sinn machen.

Dass Texte nicht von anderen Autor*innen kopiert werden dĂŒrfen, versteht sich von selbst. Unique Content sollte jedoch auch den Anspruch haben, einzigartig im Sinne von einmalig, originell und unverwechselbar zu sein.

Folgende Fragen kannst du dir bei der Entwicklung deiner Blog-Themen stellen:

  • Kannst du das Thema aus einer neuen, ĂŒberraschenden Perspektive behandeln?
  • Mit welchen Praxis-Beispielen lassen sich die Aussagen deines Textes illustrieren?
  • Fall du keine eigenen Beispiele findest: Aktiviere dein Netzwerk und bitte Expert*innen um Statements oder Interviews!

3. Call-to-Action: Spiele deinen Leser*innen den Ball zu!

Ganz ehrlich: Warum investierst du viel Zeit (und vielleicht Geld) in deinen Unternehmensblog? Weil du potenzielle Kund*innen ansprechen und/oder dich selbst innerhalb deiner Branche als Expert*in positionieren möchtest.

Teile deinen Leser*Innen am Ende des Artikels mit, was sie jetzt tun sollen: WĂŒnschst du dir möglichst viel Reichweite fĂŒr deinen Artikel? Dann lade deine Leser*innen dazu ein, deinen Artikel auf Social Media zu teilen.

Je nach Handlungsaufforderung kannst du deinen Call-to-Action als farbigen Button oder Link gestalten.

Checkliste

Call-to-Action einbauen

  • Beitrag auf Social Media teilen (Social Sharing Buttons bereitstellen)
  • ErstgesprĂ€ch buchen / Dienstleistung beauftragen (Kontaktformular oder Link zur Telefonnummer)
  • Newsletter abonnieren / Freebie herunterladen (Download-Link bereitstellen)
  • Produkt kaufen (in den Shop weiterleiten)

Ich wĂŒrde mich beispielsweise freuen, wenn du meinen Beitrag als wertvoll erachten und ihn auf Facebook, Twitter oder LinkedIn teilen wĂŒrdest.

SelbstverstĂ€ndlich kannst du mich auch vom Fleck weg als Texterin fĂŒr deinen Unternehmensblog buchen – da wĂŒrde ich mich sogar noch mehr freuen. 😀 


4. Gönne deinen Texten ein neues Styling!

Das menschliche Auge ist oberflĂ€chlich. đŸ‘ïž

Schlecht gestylten Texten entzieht es seine Aufmerksamkeit im Nu, denn es bevorzugt gut strukturierte Blogartikel, die auch optisch etwas zu bieten haben.

Die Digitalisierung hat auch unser Leseverhalten verÀndert.

Um uns durch die unendliche Flut an Informationen zu navigieren, mĂŒssen wir diese filtern.

Der Web-Usability-Experte Jakob Nielsen beschĂ€ftigte sich in seiner Studie „Wie lesen Menschen im Web?“ bereits 1997 mit diesem Thema. Die Ergebnisse seiner Studie gehören heute zu den Basics, wenn es um die Gestaltung von Landingpages (Verkaufsseiten, Zielseiten) Blogartikeln bzw. Web Content im Allgemeinen geht.

79 % der Menschen lesen Webtexte nicht Wort fĂŒr Wort, sondern wandern erstmal Scanner-artig mit den Augen ĂŒber den Artikel, um zu sehen, ob er ĂŒberhaupt relevante Informationen fĂŒr sie bereithĂ€lt.

Ergebnis der Studie „Wie lesen Menschen im Web“?

Dabei springen Sie von Wort zu Wort, von Absatz zu Absatz oder auch schonmal direkt zum Fazit des Beitrages.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf kannst du deine Leser*innen an der Hand nehmen und durch deinen Blogartikel fĂŒhren:

Nutze deshalb fettgedruckte Keywords, ĂŒbersichtliche Gliederungspunkte sowie zahlreiche UnterĂŒberschriften.

Checkliste

Blogartikel optimieren: Texte stylen

  • Inhaltsverzeichnis und Sprungmarken einfĂŒgen
  • Fettmarkierungen und viele ZwischenĂŒberschriften nutzen
  • Fakten als AufzĂ€hlungen (Bullet Points) prĂ€sentieren
  • Mit graphischen Elementen wie Info-Boxen oder ausklappbaren Fact Sheets arbeiten

5. Illustriere deine Blogartikel!

Du schreibst gerne lange und ausfĂŒhrlich, verwendest aber keine Bilder im Text? Dann wird es höchste Zeit, deine TextwĂŒsten zu bewĂ€ssern!

Nutze neben dem Titelbild mindestens 2 bis 3 weitere Bilder im Fließtext, um die Kernaussagen deiner Artikel zu unterstreichen und den Text aufzulockern. Du solltest deine Bilder zudem auch fĂŒr Suchmaschinen optimieren, damit dein Beitrag noch besser bei Google gefunden wird!

Checkliste

Bilder SEO optimieren

  • Bilder in passender GrĂ¶ĂŸe hochladen (max. 300 kb)
  • Bilddatei sinnvoll benennen
  • ALT-Text mit dem Focus Keyword benenn
  • Passende Bildunterschrift texten
Blogartikel illustrieren Fotocredit: Photo by Kelli Tungay on Unsplash

6. Blogartikel SEO optimieren: Arbeite mit Yoast SEO!

Nachdem du an den Inhalten und der Struktur deines Blogartikels gefeilt hast, wollen wir ihn noch fĂŒr Suchmaschinen optimieren.

Wertvolle UnterstĂŒtzung bietet hier das Plugin von Yoast SEO.

Gib einfach dein Keyword in das entsprechende Feld ein und folge den Empfehlungen des Plugins, bis alle (oder zumindest fast alle) LĂ€mpchen grĂŒn leuchten.

Blogartikel optimieren mit Yoast SEO: Keyword eingeben und den Hinweisen des Plugins folgen.

Tipp: Es ist kein Weltuntergang, wenn nicht jedes einzelne LĂ€mpchen grĂŒn leuchtet. Bei diesem Artikel habe ich mich beispielsweise bewusst dagegen entschieden, mein Keyword Blogartikel optimieren auf Teufel komm raus auch noch in den ersten Satz zu pferchen. Nachdem alle anderen Faktoren erfĂŒllt sind, weiß ich, dass der Beitrag trotzdem gut bei Google ranken wird.

Achte jedoch darauf, die wichtigsten Optimierungsmaßnahmen auf jeden Fall zu berĂŒcksichtigen:

Checkliste

Blogartikel optimieren mit Yoast SEO

  • Sprechende URL: Verwende eine kurze, aussagekrĂ€ftige URL, die das Focus Keyword beinhaltet
  • SEO-Titel, Title Tag: Definiert, welcher Titel in den Suchergebnissen (SERP) bei Google gezeigt wird, max. 70 Zeichen (Dezember 2019)
  • Meta Description oder Metabeschreibung: Aktuell 160 Zeichen lang (Stand: Dezember 2019)
  • Bilder optimieren: Keyword als ALT-Tag
  • Verlinkungen setzen: intern und extern

7. Content recyclen: Gib deinen Leser*innen ein Update !

Hast du in der Vergangenheit ĂŒber aktuelle Entwicklungen oder Events gebloggt? Blogartikel mit News-Charakter eignen sich hervorragend fĂŒr ein Update.

Überarbeite und aktualisiere deinen Beitrag mit aktuellen Zahlen, Daten und Fakten und veröffentliche ihn mit dem aktuellen Datum.

Beispiel: Erstelle einen umfangreichen, gut recherchierten Blogartikel zu einem aktuellen Thema wie „Das sind die wichtigsten Google-Rankingfaktoren 2019“.

WĂ€hrend die Erstellung eines neuen Blogartikels je nach Thematik schon mal gut und gerne einen ganzen Tag in Anspruch nehmen kann, erledigst du das Update zukĂŒnftig in 1 bis 2 Stunden.

Checkliste

Blogartikel optimieren mit Yoast SEO

  • Erstelle ein neues Titelbild.
  • ÜberprĂŒfe alle aktuellen Angaben (Preise, Öffnungszeiten etc.) im Text und aktualisiere sie gegebenenfalls.
  • Falls du Forschungsergebnisse oder Studien zitierst: PrĂŒfe, ob es sich um aktuelle Ergebnisse handelt.
  • Wechsle Screenshots aus, falls sich das Design oder Branding der gezeigten Programme oder Websites geĂ€ndert hat.
  • Checke alle ausgehenden Links im Text und vergewissere dich, dass die verlinkten Websites noch verfĂŒgbar sind.
  • Checke auch deine internen Links: Hast du in der Zwischenzeit thematisch passende BeitrĂ€ge erstellt, die du verlinken kannst?

Hast du alle 7 Schritte durchgearbeitet?

Anschnallen, bitte! Dein Blogartikel wird in KĂŒrze abheben. 🚀

Gibt es Unklarheiten oder Fragen? Benötigst du UnterstĂŒtzung bei der Optimierung deiner Blogartikel? Schreib mir! In deiner kostenlosen Erstberatung kannst du mir 30 Minuten lang Löcher in den Bauch fragen.